Bundesfest 2006 vom 15. bis 17. September |
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"Das Ziel war, einen Stadtkern zu schaffen, der über Kaarst hinaus
Bedeutung gewinnt. Die Ortsbebauung und der Park sind zu einem
Gesamtkunstwerk entwickelt worden, das die Ansprüche von Natur und
Zibilisation in einemn harmonischen Einklang bringt."
(
Prof. Erich Schneider-Wessling, Architekt der Kaarster Stadtmitte )
Nach der kommunalen Neugliederung und der Gebietsreform im Jahre 1975 war
die Verwaltung auf fünf Dienststellen innerhalb des Stadtgebietes
verstreut. Zu Beginn der 80iger Jahre brachte der damalige Stadtdirektor
Dr. Stephan Grüter den Bau eines neuen Rathauses ins Gespräch. Von der
Politik wurde diese Idee zunächst als utopisch und unbezahlbar
abgewiesen. 1986 griffen Diskussionen das Thema erneut auf. Planungen, das
bisherige Rathaus zu erweitern, wurden aus vielen Gründen verworfen.
"Zur Mitte hin" empfahl der speziell gegründete Stadtmitteausschuss im
Oktober 1987 dem Rat. Auf landwirtschaftlichem Gelände sollte ein neues
Rathaus mit einem Bürgerhaus entstehen. Geschäfte und Wohnhäuser sowie ein
Stadtpark wurden als Ergänzung angedacht. Kaarst sollte ein neues Zentrum
bekommen.
Es folgte ein städtebaulicher Ideenwettbewerb, und der Kölner Architekt
Prof. Erich Schneider-Wesseling wurde mit der Planung und Ausführung
beauftragt. Im Juli 1992 wurde die offizielle Grundsteinlegung gefeiert
und im April 1994 war die Baumaßnahme
abgeschlossen. "Das Ziel war, einen Stadtkern zu schaffen, der über Kaarst
hinaus Bedeutung gewinnt. Die Ortsbebauung und der Park sind zu einem
Gesamtkunstwerk entwickelt worden, das die Ansprüche von Natur und
Zivilisation in einen harmonischen Einklang bringt", formulierte der
Kölner Architekt die Ansprüche.
Zunächst scherzhaft "Blechdose" tituliert, wurde das betont offen
gestaltete neue Rathaus schnell von der Bevölkerung angenommen und
entwickelte sich zum neuen Mittelpunkt der Stadt Kaarst. Der Bund
Deutscher Architekten zeichnete das Gebäude 1997 mit einem Preis für
positive Stadtentwicklung aus. Rathaus, Bürgerhaus, Galerie und Atrium
bilden eine Einheit, die für vielfältige Zwecke eingesetzt wird.
Versammlungen, Tagungen, Ausstellungen, Konzerte und Empfänge sind nur
Beispiele für die umfangreichen Aktivitäten der Stadt in ihren Gebäuden.
Viele Glasflächen symbolisieren Offenheit und Toleranz.
Die Finanzierung des gesamten Stadtmittekomplexes konnte ohne
Kreditaufnahme realisiert werden. Die Kosten des Rathauses und des
Bürgerhauses, das auch für private Feiern vermietet wird, beliefen sich
auf rund 17,4 Mio. Euro. Für die Errichtung des Stadtparks waren rund 2,1
Mio. Euro erforderlich.
Übersichtskarte Kaarst, Verantsaltungspunkte
Wir bedanken uns recht herzlich bei unseren Sponsoren, ohne die wir dieses Fest nicht ausrichten könnten. |