Bundesfest 2006 vom 15. bis 17. September |
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Vielen Neubürgern von Kaarst erscheint die Romanische Kirche im alten Ortskern geheimnisumwittert; sie ist in der Regel geschlossen, die Mauern scheinen neu aufgezogen zu sein, wenn auch die ganze Anlage auf ein hohes Alter schließen läßt; zudem macht die nächtliche Beleuchtung die Kirche zum Symbol für Kaarst, das auch jedem flüchtigen Fahrer auf der Autobahn neben den Hochhaus-Zeilen ins Auge fällt - ein eigenartiger Kontrast!Der erste Eindruck ist richtig: Die romanische Kirche ist sowohl alt als auch neu zugleich: die alte Martinuskirche, die erst im 13. Jahrhundert als Pfarrkirche urkundlich erwähnt wird, aber wohl viel älter ist und vielleicht bis in die Zeit Karls des Großen zurückgeht, hatte im 11. Jahrhundert die Gestalt einer romanischen dreischiffigen Basilika im Kleinformat-so wie sie heute wieder zu sehen ist.Sie lag auf einer Anhöhe, dem Kirchberg, umgeben vom Kirchhof - dem Friedhof -. Der Kirchturm wurde als Wehrtrum genutzt, weswegen er im Erdgeschoß und Obergeschoß nach Norden und Süden mit einer Schießscharte versehen war. Dazu kamen Ausgucke nach Westen, Süden und Südosten.
Die Entwicklung
Mit dem starken Bevölkerungszuwachs der Gemeinde Kaarst durch den Einzugsbereich Düsseldorf wurde auch die Kirchengemeinde größer, so daß die alte Pfarrkirche wenig Raum bot.
Unter Pfarrer Otto Krott wurde die neue St.-Martinus-Kirche errichtet. Am Palmsonntag 1957 zog die Gemeinde von der Romanischen Kirche in einer Prozession zur neuen Pfarrkirche.
Was soll nun mit der alten Kirche geschehen? Eine gewisse Zeit der Unentschlossenheit hatte schnell und offenkundig Zerfall und mutwillige Zerstörung zur Folge. 1960 wurde in Verhandlungen mit dem Landeskonservator und dem Bauamt der Erzdiözese Köln beschlossen, die Kirche von allen späteren Erweiterungen zu befreien und sie in den ursprünglichen Zustand des 11. Jahrhunderts zu versetzen.
1963 begannen die Arbeiten. Weihnachten 1968 waren Kirche und Turm innen und außen ausgebaut und die Kirche konnte nach der Einsegnung wieder dem gottesdienstlichen Leben zurückgeführt werden: eine wöchentliche Messe, Hochzeiten, Beerdigungsgottesdienste, Goldhochzeiten, Jugendmessen, Taufen. So erfüllt die alte Pfarrkirche von Kaarst voll und ganz den Zweck, für den sie für die Bewohner von Carlesforst seit Karl dem Großen bis heute bestimmt ist: Ort der Sammlung und des Gebetes zu sein, Haus Gottes!
Pfarrgemeinde St. Martinus Kaarst
Wir bedanken uns recht herzlich bei unseren Sponsoren, ohne die wir dieses Fest nicht ausrichten könnten. |